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Rollgehhilfe

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Synonyme

Rollator; Deltarad; Gehwagen; Kaye-Walker; Fahrbarer Gehbock

Englischer Begriff

Kaye walker; Mobilisation aid; Mobilizer

Definition

Mobilisationshilfe in unterschiedlichen technischen Ausführungen und Sicherheitsstufen.

Siehe auch Gehwagen.

Indikation

Gangunsicherheiten, zur postoperativen, posttraumatischen und geriatrischen Mobilisation, neurologische Gangunsicherheiten.

Kontraindikation

Wenn ein ausreichend sicheres Gangbild mit anderen Gehhilfen möglich ist.

Durchführung

Die Rollgehhilfen sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich (siehe Tabelle 1).


Tabelle 1.
Unterschiedliche Ausführungen der Rollgehhilfen.

Deltarad

Mobilisationshilfe mit drei Rädern zur Entlastung der unteren Extremitäten und zur Gangsicherung. Vorteil ist die geringe Breite und die gute Einsetzbarkeit auch in engen Wohnräumen. Nachteil ist, dass eine seitliche Kippneigung über die Vorderräder besteht.

Vierpunktrollator

Mobilisationshilfe mit vier Rädern zur Entlastung der unteren Extremitäten und zur Gangsicherung als Rahmengestell, heute meist verwendete Rollgehhilfe. Der Vierpunktrollator ist deutlich sicherer als das Deltarad. Er ist zusätzlich leicht handlich, leicht lenkbar und durch zusätzliche Additive wie ein Einkaufskorb und eine Sitzplatte auch für einen Einsatz außerhalb des Hauses denkbar. Nachteil ist durch die breitere Ausführung die limitierte Einsatzmöglichkeit in engen Wohnräumen.

Gehwagen mit Armauflage, auch Eulenburg genannt

Gehgestell in der frühen Mobilisationsphase oder in der Klinik zur Mobilisation mit Abstützung über Unterarmhandauflagen oder Achselgehstützen.

Kaye-Walker

Gehhilfe bei neurologischen Erkrankungen mit Rücklaufsperre durch zwei im vorderen Bereich angebrachte Laufrollen und zwei Stützen ohne Rollen im hinteren Anteil.

Fahrbarer Gehbock

Mobilisations- und Rollgehhilfe mit zwei seitlichen Stützen und insgesamt vier Laufrollen zur Mobilisation bei höchstgradiger Gang- und Standunsicherheit.


Autor

Bernhard Greitemann

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