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Operation nach Kuner

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Synonyme

Periostlappenplastik

Englischer Begriff

Lateral ankle ligament repair using periosteal flaps

Definition

Methode zur Stabilisation des Lig. fibulotalare anterius und/oder des Lig. fibulocalcaneare unter Verwendung von Perioststreifen aus der lateralen Fibulafläche.

Indikation

Chronische Instabilität des fibularen Kapsel-Band-Apparats am oberen Sprunggelenk.

Kontraindikation

Symptomatische Arthrose des oberen Sprunggelenks, lokale Infektionen, insuffiziente muskuläre Verhältnisse.

Durchführung

Über einen bogenförmigen, nach anterior konvexen Hautschnitt entlang der distalen Fibula wird der Kapsel-Band-Apparat präpariert und die Ligg. fibulotalare anterius und fibulocalcaneare inspiziert. Vorhandene Bandreste werden debridiert und erhalten. Von der lateralen Fläche der Fibula werden ein bis zwei distal gestielte Periostlappen präpariert, die durch einen Bohrkanal in der distalen Fibula ausgeleitet werden und so zum Ersatz der geschädigten Ligamente verwendet werden können. Die Fixation am Talus bzw. Kalkaneus erfolgt unter einer abgehobenen Kortikalislamelle, die abschließend mit einer Knochenklammer oder einer Schraube fixiert wird. Verbliebene Bandstümpfe sollten mit dem Transplantat vernäht werden.

Nachbehandlung

Unterschenkelliegegips bis zum fünften postoperativen Tag. Anschließend kontinuierliche aktive und passive Mobilisation des oberen Sprunggelenks für Dorsalextension und Plantarflexion und Kräftigung der Peronealmuskulatur. Nach Abschluss der Wundheilung Vollbelastung in einer Orthese über weitere vier Wochen. Propriozeptives Training bis zum Abschluss der zwölften Woche.

Autor

Renée Fuhrmann

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